Der XML-Standard definiert eine Methode zur Beschreibung strukturierter Inhalte mittels einer ASCII-textbasierten Syntax aus Element-Etiketten, Attributen und Zeichenkodierungen. Sowohl InDesign 2.0 als auch FrameMaker 7.0 können Dokumentinhalte in XML lesen und schreiben. Allerdings unterscheiden sich die beiden Anwendungen erheblich in ihren Funktionen zur Verarbeitung von XML-Dokumentinhalten. InDesign ist in erster Linie für Grafikprofis konzipiert, die XML-Inhalte importieren und exportieren sowie diese auf ihre Seitenlayouts abbilden müssen. InDesign 2.0 unterstützt wohlgeformtes XML, dessen „freier Fluss"-Ansatz für die grafische Industrie geeignet ist.
FrameMaker 7.0 bietet ein anderes Niveau der XML-Unterstützung, das den Anforderungen seiner Zielbenutzer für valides XML gerecht wird. XML ist valide, wenn es den Regeln entspricht, die für den jeweiligen Dokumenttyp definiert sind – üblicherweise in einer Document Type Definition (DTD). FrameMaker kann automatisch die auf ein spezifisches XML-Dokument anwendbare DTD bestimmen und die Inhalte beim Lesen und Schreiben von XML auf Konformität überprüfen. FrameMaker bietet zudem eine Stilsprache, die in einem Element Definition Document (EDD) beschrieben ist, sowie eine Methode zur Zuordnung von XML-Elementen zu FrameMaker-Dokumentelementen wie Markierungen, Querverweisen, Tabellen und Grafiken, definiert in Read/Write Rules. Für die Inhaltserstellung stellt FrameMaker eine strukturierte Autorenumgebung bereit, die den WYSIWYG-Bearbeitungsmodus eng mit dem Struktur-Fenster integriert, das eine visuelle Darstellung bietet und die Erstellung valider Inhalte durch kontinuierliche Validierung und geführte Bearbeitung unterstützt. FrameMaker 7.0 enthält auch Werkzeuge zum Strukturieren von Legacy-Inhalten, die zuvor mit Formatierungsstilen versehen wurden. Es ist auch möglich, wohlgeformtes XML im Unstrukturierten Autorenmodus zu lesen und zu schreiben.